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Prof. Dr. Annette G. Beck-Sickinger

Annette G. Beck-Sickinger studierte Chemie (Dipl.) und Biologie (Dipl.) an der Uni¬versität Tübingen und promovierte 1989 bei G. Jung (Organische Chemie). Nach Forschungsaufenthalten in San Diego, Kopenhagen und Zürich habilitierte sie sich für das Fach Biochemie (Universität Tübingen) und war 1997-1999 Assistenzprofessorin für Pharm. Biochemie an der ETH Zürich. Den Ruf auf den Lehrstuhl für Biochemie und Bioorganische Chemie an der Universität Leipzig hat sie zum 1.10.1999 angenommen. 2009 war sie als Gastprofessorin an der Vanderbilt University in Nashville/TN.


Sie ist Präsidentin der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (gbm, seit 2019), war Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft Deutscher Chemiker (2004-2012; Vizepräsidentin 2006-2008) und Kollegiatin des Fachkollegium 201 „Grundlagen der Biologie und Medizin“ der DFG (2004-2012), das sie 2008-2012 leitete. Sie ist Mitglied im Kuratorium des Fond der Chemischen Industrie, sowie im Universitätsrat der Universität Hohenheim und im Hochschulrat der Universität Leipzig. 2012 wurde sie in den Wissenschaftsrat der Bundesregierung gewählt (bis 2018). Sie ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaft und der Nationalen Akademie Deutschland Leopoldina. Ihre wissenschaftliche Arbeit wurde durch zahlreiche Preise und Ehrungen ausgezeichnet, wie den Leonidas Zervas Award der European Peptide Society, die Max-Bergmann Gold-Medaille und den Leipziger Wissenschaftspreis 2016. 2017 wurde ihr der Sächsische Verdienstorden verliehen, 2018 wurde sie von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) mit dem Albrecht-Kossel Preis und 2019 von der American Peptide Society mit dem Vincent du Vignaud Award ausgezeichnet. Seit 1. 1. 2020 ist sie Sprecherin des Sonderforschungsbereiches 1423 „Structural dynamics of GPCR activation and signaling“.


Annette G. Beck-Sickinger hat wesentliche Beiträge auf dem Gebiet der Peptid-Protein-Interaktionen geleistet. Ihr Schwerpunkt sind dabei die Wechselwirkung von Peptid- und Protein-Liganden mit G-Protein gekoppelte Rezeptoren, deren Modulation und Aufklärung der Wirkmechanismen, bis zur Entwicklung von therapeutischen Peptiden und Proteinen zur Behandlung von metabolischen Erkrankungen, in der Tumortherapie und in der Schmerzforschung. Der zweite Schwerpunkt beschäftigt sich mit der chemischen Modifizierung von Proteinen zur molekularen Charakterisierung deren Funktion, zur selektiven Immobilisierung von Proteinen an Oberflächen und zur Entwicklung neuartiger Biomaterialien durch funktionelle Beschichtungen.


letzte Änderung: 27.01.2020